Christiner Geiszler

Biografie von Christine Geiszler

Christine Geiszler ist 1977 in Cottbus geboren. 2015 begann sie ihr Studium an der Akademie für Malerei in Berlin, das sie 2020 im Masterstudiengang Malerei abgeschlossen hat und wurde zur Meisterschülerin von Andreas Amrhein ernannt. 2017 war sie Gründungsmitglied der Künstlerinnengruppe Berlin Brandenburg (KGBB). 2018 hat sie das Kunstmagazin »kunstgebiet.lausitz« auf Instagram ins Leben gerufen. Als sie 2020, nach 17 Jahren in Berlin, zurück in ihre Heimat gezogen ist, hat sie im Atelierhaus am Großenhainer Bahnhof ein neues künstlerischen Zuhause gefunden. Ebenfalls 2020 war sie Mitglied der Jury für das Kunstfestival »Zukunftsvisionen« in Görlitz.

Christine Geiszlers faszination für den Bleistift, für die Farbigkeit von grauen Bleistiftflächen und die Möglichkeit, mit Linien einen Rhythmus im Raum sowie Flächen zu erschaffen, eregriff sie bereits während ihres ersten Studienjahrs. Die bwusste Entscheidung, sich gegen die Dominanz der Farbe und ihrer Fähigkeit zur Manipulation zu wenden, war getroffen. Ebenso die Emanzipation von der Gegenständlichkeit. Der Bleistift zieht sich als alleiniges Ausdrucksmittel ihrer künstlerischen Visionen als grauer Faden durch ihr Schaffen. DIe nicht-figurative Zeichnung ist zu ihrer unmittelbarsten und höchst sensiblen Ausdrucksform der eigenen künstlerischen Gedanken geworden.

Christine Geiszler

„Mich fasziniert die Sinnlichkeit und Farbigkeit von grauen Bleistiftflächen. Mein Thema ist die ständige Befragung des Materials Papier und Bleistift, wie durch die Ausdehnung von Grau eine sinnliche, lebendige Fläche entsteht. Ich bin begeistert von der Einfachheit der zeichnerischen Mittel, der Direktheit und den Möglichkeiten der Ausführung und von der Farbe Grau des Bleistifts. Die Beschäftigung mit der Fläche führt zu präzisen, mit Lineal ausgeführten Linien-Flächen, zu bewegt-schraffierten Flächen oder zu grafisch strukturierten Flächen. Mein Arbeitsprozess beginnt mit konzeptuellen Überlegungen. Die Entscheidungen drehen sich um die Anordnung und Dichte der Linie, um die Richtung der Bewegung, die Schwärze oder Härte des Bleistifts, um die Breite oder Filigranität der Linie oder um Format und Größe des Papiers. Ich thematisiere durch die Art der Ausführung sowohl den Arbeitsprozess als auch die entstandene Fläche in ihrer Transparenz oder Verdichtung, ihrer Leichtigkeit oder Schwere, Geschlossenheit oder Offenheit, Präzision und Bewegtheit. Wenn ich mit der Ausführung beginne, ist mein rationales Denken und meine Beobachtung ausgeschaltet. Während der Ausführung bin ich auf das setzen einer Linie oder auf die Bewegung der Schraffur konzentriert. Es ist ein bedachtsames Arbeiten in Stille. Am Ende des Arbeitsgangs beginnt das Sehen und Überlegen, ob das Blatt vollendet ist oder nicht.“